Sonntag, 22. Januar 2012

Der erste Brei - Teil 1

Heute war es so weit und Til hat mit  4 1/2 Monaten seinen ersten Brei bekommen. Ich habe beste kleine Bio-Möhren gekauft, mir die Schürze angezogen und einen schönen Mus gemäß Übungsbreirezept aus dem GU-Babykochbuch gekocht. Neben Karotten, beinhaltet das Rezept noch ein gutes Öl und frisch gepressten O-Saft. Til hat - recht emotionslos wie ich finde - ca. 3-4 Löffel Brei gegessen. Weder besondere Begeisterung, noch Erstaunen oder Ablehnung waren aus seiner Miene ablesbar. In Eiswürfel-Schalen und in den süßen Mini-Tupper-Döschen der Firma Rice, lagern jetzt Probierportionen für die nächsten 14 Tage in unserem Gefrierfach.


Da wir angeblich bares Geld sparen können, nehmen wir auf vielfachen Rat erfahrener Eltern an diversen Programmen teil wie z.B. Pampers-Village, Hipp-Babyclub oder DM-Babybonus. Pünktlich als Til 4 Monate alt wurde, hat uns Hipp ein Brei-Starter-Paket geschickt. Dieses hat u.a. einen Starter-Karottenbrei enhalten. Dieser Brei musste sich heute natürlich einem Vergleich mit meinem selbstgekochten Brei unterziehen (oder umgekehrt, je nachdem wie man das sieht):

Auf dem Foto erkennt man, dass der selbstgekochte Karottenbrei (rechts im Bild) viel heller ist, als der Hipp-Brei.



Auf der Gläschen-Zutatenliste steht: Karotten 90% und Wasser. Sonst nichts weiter. Das hört sich eigentlich ganz gut an. Die Haltbarkeit wird lt. Hipp über die Einkochmethode erreicht.  Außerdem steht da "Frühkarotte".  Ob das die unterschiedliche Farbe ausmacht (Frühkarotte oder nicht)? Was ist eigentlich genau eine Frühkarotte? Jung und klein geerntet? Früh im Jahr?  Für meinen Brei hiabe ich auch kleine Karotten verwendet, aber waren das Frühkarotten? Auf jeden Fall gibt´s jetzt im Winter doch nur Lager- oder Treibhausware. Wobei auch Hipp im Winter produziert. Aber wahrscheinlich bekommen die Import-Ware. Hm...wie auch immer.

Der Brei von Hipp ist etwas besser püriert als mein Brei (aber nicht viel). Die Schlürfkonsistenz ist fast gleich.  
Geschmacklich ist der Hipp-Brei nicht so schlecht wie von mir vermutet. Schmeckt schon karottig. Ich finde nur, dass der Brei relativ süß ist und insgesamt irgendwie ein süßer Beigeschmack herrscht. Mein Brei schmeckt im Vergleich irgendwie "rübiger", mehr nach Feld und weniger süß. Mir persönlich schmeckt mein Brei natürlich besser (was soll ich sonst auch anderes sagen).

Preislich macht es bei dieser Breiart kaum einen Unterschied, ob man selbst kocht oder nicht. Ein Glass kostet 0,55 Cent und kann angebrochen 2 Tage verwendet werden. Die Bio-Möhren die ich gekauft habe, haben insgesamt 3 Euro gekostet.

Auch wenn das Hipp-Gläschen im Vergleich nicht so schlecht abschneidet (wie gehofft), bleibt beim Selbstkochen doch einfach das bessere Gefühl zurück. Man weiß was in dem jeweiligen Brei drin ist, die Geschmackszellen des Sohns werden nicht auf Fertigkost konditioniert und die Kochprozedur an sich, gibt einem schon das befriedigende Gefühl, etwas Leckeres für sein Kind mit viel Liebe zuzubereiten.

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